Berlin (dpa) - Wasser in Kellern und auf Straßen: Die Autobahn A 73 im bayerischen Buttenheim war wegen des Dauerregens teilweise überflutet. In Oberfranken lief das Wasser in zahlreiche Keller, wie die Polizei mitteilte.

In der Nacht hatte die Feuerwehr nach Polizeiangaben gemeldet, dass Anwohner im oberfränkischen Kreis Lichtenfels wegen des Hochwassers aus zwei Häusern in Sicherheit gebracht werden mussten. Nahe Pottenstein stürzte laut Polizei ein etwa ein Kubikmeter großer Felsbrocken auf eine Straße.

Auch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt mussten laut Polizei in der Nacht die Rettungskräfte immer wieder wegen umgestürzter Bäume, die auf Straßen fielen, ausrücken. "Der aufgeweichte Boden kann die Wurzeln der Bäume nicht mehr halten", sagte ein Polizeisprecher. Auch abgerutschtes Erdreich sei von einigen Straßen beseitigt worden. In Thüringen mussten einige Kreis- und Bundesstraßen gesperrt werden.

In Niedersachsen hat sich die Hochwasserlage dagegen vorerst etwas entspannt. Die Pegelstände fielen langsam, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Hannover am Freitagmorgen. Die Feuerwehren im Braunschweig und Göttingen verzeichneten ebenfalls eine ruhige Nacht. Auch für die Flüsse Oker und Schunter gab es vorerst Entwarnung.

In der Region Hannover war am Donnerstag eine Frau gestorben, die mit ihrem Fahrrad auf einer überfluteten Straße in den Fluss Leine getrieben worden war. Starke Regenfälle hatten seit Beginn der Woche Flüsse und Bäche vor allem im südlichen und östlichen Niedersachsen anschwellen lassen und zu Großeinsätzen der Feuerwehr geführt.

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