Düsseldorf (SID) - Das Düsseldorfer Urgestein Mike Büskens soll den Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf zurück in die Erstklassigkeit führen. Der 45-Jährige wurde am Dienstagmittag in seiner Geburtsstadt nach tagelanger Hängepartie als neuer Trainer offiziell vorgestellt. Büskens unterschrieb bei der Fortuna, mit der er 1989 als Profi in die Bundesliga aufgestiegen, drei Jahre später aber auch wieder abgestiegen war, bis zum 30. Juni 2015.

"Ich bin hier geboren, ich durfte hier Jugendspieler sein, hatte den Eintritt in meine Profilaufbahn und bin jetzt neuer Cheftrainer - das ist eine besondere, sehr emotionale Situation", sagte er. Das Vergnügen, in einem Verein erst Spieler und dann Trainer zu werden, hätten nur die Wenigsten. "Ich freue mich sehr auf meine Aufgabe in einem Klub, der sich seit meinem Abschied vor 21 Jahren wahnsinnig entwickelt hat", sagte er: "Die Stadt lechzt nach großem Fußball."

Büskens, der in Düsseldorf unter dem Vater des ehemaligen Fortuna-Torjägers Michael Preetz in der Kantine einer Bankfiliale Koch gelernt hat, ist Nachfolger des nach dem Abstieg entlassenen Norbert Meier. Er hatte dem Düsseldorfer Erzrivalen 1. FC Köln und dem FC Ingolstadt zuvor eine Absage erteilt.

Der Kölner Vize-Präsident Toni Schumacher hatte diese Entscheidung im SID-Gespräch schnippisch kommentiert: "Ob er uns jetzt aus Liebe zu Düsseldorf oder wegen des Geldes abgesagt hat, kann uns dann auch egal sein."

Büskens hatte die SpVgg Greuther Fürth 2012 in die Bundesliga geführt, bei der Aufstiegsfeier trug er einen Düsseldorf-Schal. Am 20. Februar dieses Jahres wurde er in Fürth nach nur zwei Siegen in 22 Spielen entlassen - nach einem 0:1 in Düsseldorf.