Frankfurt/Main (SID) - Joachim Löw geht mit großem Tatendrang in die WM-Saison 2013/2014. "Es macht mir ja weiterhin großen Spaß und ich verspüre eine riesige Motivation", sagte der Fußball-Bundestrainer im Interview mit Sport1: "Als Trainer wird man dann in die Kategorie Gewinner oder Verlierer gesteckt. Damit muss man leben, aber für mich spielen andere Dinge eine Rolle. Für mich ist wichtig, wie sich einzelne Spieler weiterentwickelt haben und was man ihnen für ihre Karriere hat mitgeben können. Und wie sich die Mannschaft insgesamt fußballerisch entwickelt hat."

Den 53-Jährige würde es weiterhin "nicht stören", wie bei der WM 2010 in Südafrika ohne neuen Vertrag in das Weltturnier im kommenden Jahr zu gehen. "Um mich voll auf meine Aufgabe konzentrieren zu können, muss ich mich davon auch frei machen. Ich denke, auch kein einziger Spieler hat 2010 über diese Situation gesprochen. Man muss einfach sehen, wie die Konstellation ist und wie unsere Ideen und Pläne über 2014 hinaus sind."

Löw reagierte erneut gelassen auf die öffentlichen Gedankenspiele von Oliver Bierhoff über einen möglichen Abschied vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Entscheidend ist, wie wir die Dinge intern besprechen, nicht, was hinein interpretiert wird. Oliver hat auch gesagt, dass ihm die Arbeit bei der Nationalmannschaft sehr viel Freude macht. Aber man weiß ja, dass er auch jemand ist, der die Dinge und auch sich selbst immer wieder hinterfragt. Das machen wir im Trainerteam auf der Suche nach Verbesserungen ja auch ständig."

Zudem sieht Löw bei der deutschen Nationalmannschaft in seiner Amtszeit "große Fortschritte" und spürt deswegen eine "persönliche Befriedigung". "Dass von außen andere Maßstäbe angelegt werden, muss man akzeptieren. Aber ich mache nicht alles an Sieg oder Niederlage fest. Unser Konzept in den letzten Jahren war gut und hat der Mannschaft enorm weitergeholfen", sagte Löw weiter.