New York (SID) - Die in Kanada geborene US-Fußball-Nationalspielerin Sydney Leroux ist nach ihrer Entscheidung, für die USA und nicht für ihr Geburtsland zu spielen, immer wieder Opfer rassistischer und sexistischer Anfeindungen geworden. Wie der US-Verband USSF und die 23 Jahre alte Stürmerin mitteilten, habe Leroux sowohl über soziale Netzwerke, als auch im Stadion heftige Beleidigungen über sich ergehen lassen müssen.

Die Vorfälle wurden publik gemacht, nachdem Leroux am Sonntag im Länderspiel in Kanada beim Jubel über ihren Treffer zum 3:0-Endstand den Zuschauern in Toronto erst das USA-Emblem auf ihrem Trikot entgegengestreckt und danach den Zeigefinger an den Mund gelegt hatte. Leroux, die während des Spiels ausgebuht worden war, sah für die Geste die Gelbe Karte.

Über die Kurznachrichtenplattform Twitter erklärte die Tochter eines afro-amerikanischen Ex-Baseball-Profis und einer ehemaligen kanadischen Softball-Spielerin anschließend: "Wenn ihr rassistische Beleidigungen skandiert, mich verhöhnt und über meine Familie sprecht, werdet nicht sauer, wenn ich euch zum Schweigen bringe und stolz zeige, was ich repräsentiere."

Dies sei eine Reaktion auf die Beleidigungen der Vergangenheit gewesen, nicht auf die Atmosphäre im Stadion von Toronto, sagte die Olympiasiegerin. Im Stadion sei Leroux beim Olympia-Qualifikationsturnier in Vancouver verbal angegriffen worden, wo sie im Januar 2012 unter anderem als "Judas" beschimpft worden war.