Leverkusen (SID) - Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler will das Abschiedsspiel des ehemaligen Fußball-Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack am Mittwoch in Leipzig nutzen, um mit dem neuen FC-Chelsea-Teammanager José Mourinho über den Transfer von André Schürrle vom Werksklub an die Stamford Bridge zu verhandeln. "Natürlich steht Mittwoch Michael Ballack im Mittelpunkt. Aber es liegt doch auf der Hand, dass ich auch mal mit José Mourinho reden werde", sagte Völler der Bild.

Der 22-jährige Schürrle will unbedingt zum Europa-League-Sieger nach London wechseln, obwohl sein Vertrag in Leverkusen noch bis 30. Juni 2016 läuft. Als mögliche Ablösesumme sind 20 Millionen Euro im Gespräch.

Der ehemalige DFB-Teamchef Völler und der portugiesische Star-Trainer Mourinho sind Ehrengäste Ballacks bei seinem Farewell-Match. Völler hatte Ballack unter anderem beim Erreichen des WM-Finales 2002 in Yokohama mit der deutschen Nationalmannschaft betreut. Der heute 36-jährige Ballack war mehrere Jahre Schützling von Mourinho beim FC Chelsea.

Völler stellte im Schürrle-Poker nochmals klar: "Nur wenn wir eine Top-Alternative bekommen, machen wir es." Der Werksklub ist sehr am belgischen Nationalspieler Kevin de Bruyne interessiert, der zurzeit von Chelsea an Werder Bremen ausgeliehen ist und auch von Borussia Dortmund umworben wird. "Die Basis von allem ist jetzt Geduld", mahnte der 53-jährige Völler.

Derweil goss Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im Zwist mit dem BVB neues Öl ins Feuer, nachdem BVB-Sportdirektor Michael Zorc erklärt hatte, de Bruyne wolle unbedingt nach Dortmund wechseln. "Was Zorc sagt, ist mir egal. Die haben schon viel erzählt", sagte Holzhäuser der Tageszeitung Die Welt (Mittwoch-Ausgabe), "die wollten im Januar sogar unseren Trainer Sascha Lewandowski abwerben, ohne uns zu fragen. Sie haben auch einen Jugendspieler von uns abgeworben. Und nun haben sie uns Sokratis vom Butterbrot genommen. Da wusste auch jeder in der Bundesliga, Dortmund mit eingeschlossen, dass wir uns mit dem Spieler einig sind."