Dortmund (SID) - In der Debatte über die Torhüter in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fordert Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Champions-League-Finalist Borussia Dortmund erneut eine Chance für BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller. "Roman muss berücksichtigt werden. Auf Dauer kommt man an ihm nicht vorbei", sagte Watzke der Bild-Zeitung.

Ausdrücklich bezog sich Watzke auf Weidenfellers Leistungen in der jüngeren Vergangenheit und nicht auf den schweren Fehler von Marc-André ter Stegen (Borussia Mönchengladbach) beim 3:4 der DFB-Auswahl am vergangenen Sonntag in Washington gegen Gastgeber USA. Seine Forderung "hat nichts mit ter Stegen zu tun. Solche Fehler passieren mal".

Weidenfeller war zuletzt angesichts seiner starken Auftritte besonders in der Königsklasse mehrfach als "weltbester Nicht-Nationaltorhüter" bezeichnet worden. Bundestorwarttrainer (BTT) Andreas Köpke machte dem 32-Jährigen nach Ende der USA-Reise allerdings nur wenig Hoffnungen auf eine Nominierung für die WM 2014 in Brasilien als Nummer drei hinter Stammkeeper Manuel Neuer (Bayern München) und René Adler (Hamburger SV). "Es geht auch darum, die drei WM-Torhüter zu finden, die ins Team passen. Auch in meiner Zeit gab es immer wieder sehr gute Torhüter, die nicht so zum Zug gekommen sind. Wir haben auf der Torhüterposition eine komfortable Situation", sagte der Europameister von 1996.

Köpke betonte weiter, dass man ter Stegen trotz seiner bislang unglücklichen Auftritte im Nationalteam nicht fallen lassen wolle. Die entscheidende Saison komme ja auch erst noch.