Mexiko-Stadt (dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den mexikanischen Behörden schwere Versäumnisse bei der Suche nach Entführungsopfern vorgeworfen. Die Behörden sollten sich um die Opfer kümmern, Ermittlungen einleiten und sofort mit der Suche beginnen, sagte der Vertreter von Amnesty International in Mexiko, Rupert Knox. Stattdessen würden die Opfer stigmatisiert und wie Verbrecher behandelt. Die mexikanische Regierung verfügt über eine Liste von 26 000 Menschen, die vermisst gemeldet wurden. Viele dürften von Drogenkartellen verschleppt oder getötet worden sein.