Berlin (dpa) - Als Reaktion auf das harte Urteil gegen die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Ägypten hat das Auswärtige Amt den ägyptischen Geschäftsträger einbestellt.

AA-Staatssekretärin Emily Haber brachte gegenüber Hisham Seif-Eldin, der den abwesenden Botschafter vertritt, die "ernsthafte Beunruhigung der Bundesregierung über das Urteil" zum Ausdruck.

In Kairo waren 43 Mitarbeiter ausländischer Organisationen zu Haftstrafen verurteilt worden, unter anderm wegen illegalen Geldtransfers. Der frühere KAS-Leiter Andreas Jacobs erhielt in Abwesenheit fünf Jahre Haft.

Wie es aus dem AA weiter hieß, betonte die Staatssekretärin in Berlin, es sei unverständlich, dass Mitarbeiter deutscher politischer Stiftungen strafrechtlich verfolgt würden. Die Stiftungen setzten sich mit voller Unterstützung der Bundesregierung weltweit für Demokratie und rechtsstaatliche Entwicklung ein.

Konrad-Adenauer-Stiftung Kairo