Dortmund (SID) - Etwa einen Monat vor seinem WM-Ausscheidungskampf gegen den Montenegriner Predrag Radosevic hat der frühere Box-Weltmeister Felix Sturm Fehler außerhalb des Seilgevierts eingeräumt. "Zwar habe ich immer hart und professionell gelebt", sagte der 34-Jährige bei der ersten offiziellen Pressekonferenz in Dortmund, "aber in der Zeit zwischen den Kämpfen habe ich ein paar Dinge versäumt. Ich trinke und rauche zwar nicht, aber ich habe das Leben in vollen Zügen genossen."

Nach zahlreichen schwachen Vorstellungen, dem Titelverlust im September 2012 und der annullierten Niederlage gegen den gedopten Sam Soliman im Februar dieses Jahres muss Sturm den Kampf nach Version des Weltverbandes IBF am 6. Juli in Dortmund gewinnen, um eine weitere Titelchance zu erhalten. Dass er den Fight erfolgreich gestalten wird, begründet Sturm unter anderem mit einem modifizierten Trainingsprogramm.

"Vor diesem Kampf habe ich einiges verändert, ich arbeite professioneller als zuletzt. Da habe ich mich zu sehr auf mein Talent verlassen", sagte der gebürtige Leverkusener. Die Fans hätten zuletzt "nicht den wahren Felix Sturm gesehen. Den werde ich jetzt gegen einen starken und motivierten Gegner zeigen. Man könnte von Felix Sturm 2.0 sprechen."