Paris (dpa) - In Frankreich verschärft sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Im Zuge der Rezession in der zweitgrößten Euo-Volkswirtschaft erreichte die Arbeitslosenquote im ersten Quartal den höchsten Wert seit 1998.

Von Januar bis März sei die Quote nach der Berechnungsmethode der Internationalen Arbeitsorganisation ILO um 0,3 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent gestiegen, teilte die Statistikbehörde Insee am Donnerstag in Paris mit.     

Inklusive der Überseegebiete lag die Arbeitslosenquote bei 10,8 Prozent. Frankreich leidet unter einer Wirtschaftsflaute und war im ersten Quartal erstmals seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 wieder in die Rezession gerutscht.     

Ende April waren nach Zahlen des Arbeitsministeriums 3,264 Millionen Menschen ohne Job. Im Vergleich zum April 2012 stieg die Zahl um 12,5 Prozent. Eine Ende des seit Mai 2011 anhaltenden Anstiegs wird von der Regierung nicht vor Ende 2013 erwartet.

Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Nach jüngsten Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat lag sie im März bei 11,0 Prozent, in der Bundesrepublik hingegen nur bei 5,4 Prozent.

Zahlen Insee

Zahlen Arbeitsministeriums

EU-Zahlen