Frankfurt/Main (SID) - Thomas Bach geht mit der revolutionären Idee eines Olympia-TV-Kanals in den Wahlkampf um das Amt des IOC-Präsidenten. "Eine Vision wäre ein digitaler olympischer Fernsehkanal, der das weltweite Sportprogramm bündelt und dann ständig auf Sendung wäre", sagte Bach in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitag-Ausgabe).

Dieses Vorhaben ist nach FAZ-Angaben auch Teil von Bachs Wahlkampfprogramm unter dem Motto "Einheit in Vielfalt", das er kurz vor Meldeschluss am Donnerstag den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) geschickt hat.

Der 59 Jahre alte Anwalt aus Tauberbischofsheim betont in dem Gespräch, dass ihm die Verbreitung des Sports wichtiger ist als die Optimierung des Gewinns. "Es ist nicht das einzige Ziel, viel Geld zu erlösen", sagte Bach, "sondern sie müssen darauf achten, dass die Spiele an möglichst viele Menschen herangebracht werden."

Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), ist einer von bislang sechs Kandidaten für die Nachfolge des Belgiers Jacques Rogge als IOC-Präsident. Die Wahl findet am 10. September im Rahmen der 125. IOC-Session in Buenos Aires statt. Fecht-Olympiasieger Bach gilt bislang als Favorit.