Prag (dpa) - Die Elbe ist im tschechischen Usti (Aussig) nicht wie befürchtet über die 11-Meter-Marke gestiegen. Der Pegel erreichte am Donnerstag um 3.00 Uhr einen Höchststand von 10,71 Metern und fiel anschließend um wenige Zentimeter, wie die Wasserbehörde für die Elbe mitteilte.

Wohngebiete und Geschäfte am rechten Flussufer blieben überflutet. Im benachbarten Decin (Tetschen) sind ufernahe Straßen und der Hafen überschwemmt.

In Terezin (Theresienstadt) brach ein provisorischer Damm am Elbezubringer Ohre (Eger). Helfer brachten Menschen eines Ortsteils in Sicherheit. Im Erzgebirge suchte die Polizei die ganze Nacht über mit einem Hubschrauber nach einer 36 Jahre alten Frau, die in einen Kanal gefallen war. Seit Beginn der Unwetter werden in Tschechien zudem vier Wassersportler vermisst, acht Menschen starben.