Palma de Mallorca (dpa) - Markus Lanz hat mit seinem ersten Sommer-"Wetten, dass..?" nur noch halb so viele Zuschauer erreicht wie bei seiner Premiere im Oktober.

Die Live-Show aus Mallorca sahen am Samstagabend 6,74 Millionen Menschen - damit rutschte Lanz erstmals unter die 7-Millionen-Marke. Im März waren es noch 7,43 Millionen gewesen. Die erste Show hatten sogar 13,62 Millionen Menschen eingeschaltet. Dennoch war "Wetten, dass..?" bei sommerlichem Wetter erneut die meistgesehene Sendung des Samstagabends und konnte den Marktanteil gegenüber der letzten Sendung steigern. Lanz nutzte das Forum für einen Spendenaufruf zugunsten der Opfer der Hochwasserkatastrophe.

Wie Co-Moderatorin Cindy aus Marzahn am Ende der ZDF-Sendung sagte, hatten die Zuschauer bis dahin schon mehr als 552 000 Euro zugesichert. Lanz sagte: "Ich hab's gewusst, wir stehen zusammen."

Unter den Gästen waren ProSieben-Entertainer Stefan Raab, das vom Privatsender RTL II bekannte Ehepaar Geissen und die frühere "Wetten, dass..?"-Comoderatorin Michelle Hunziker, die ihre Verlobung preisgab. "Ja, er hat es getan, ganz romantisch". Ihr Freund Tomaso Trussardi sei für den Antrag als erster Mann vor ihr auf die Knie gegangen - und habe lang ausgeharrt. "Diesen Moment muss man genießen." Konkrete Hochzeitspläne gebe es noch nicht.

Weil Schauspieler Gerard Butler seine Wette verloren hatte, musste er mit Eiswürfeln in der Hose Goethes "Erlkönig" zitieren. Nach den Absagen von Pamela Anderson und Michael Jacksons Sohn Prince Michael Jackson Jr. zählten zu den internationalen Stars neben Butler noch die beiden Sänger Olly Murs ("Heart Skips A Beat") und Mike Rosenberg alias Passenger ("Let Her Go").

Lanz wettete in der ausverkauften Stierkampfarena "Coliseo Balear" in Palma provokant, dass die Menschen in Deutschland und Österreich es nicht schafften, insgesamt 500 000 Euro zu spenden. Die Wette stehe in "guter "Wetten, dass..?"-Tradition": Der Moderator, der im Oktober die Nachfolge von Thomas Gottschalk angetreten hatte, verwies auf Schauspieler Karlheinz Böhm ("Sissi"). Dieser hatte 1981 die Zuschauer herausgefordert und gewettet, dass nicht jeder von ihnen eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen in der Sahelzone spende. Böhm behielt recht - trotzdem kamen 1,2 Millionen D-Mark zusammen.

Zum Wettkönig unter den durchweg sportlichen Kandidaten kürte das Publikum den 29-jährigen Andreas Hofer aus dem österreichischen Neukirchen, der sich innerhalb einer Minute an einer 20 Meter langen Feuerwehrleiter hoch gehangelt hatte.

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