Berlin (dpa) - Verfassungsschützer werten islamistischen Terrorismus als eine der größten Gefahren für die innere Sicherheit: "Deutschland ist nach wie vor Anschlagsziel von islamistischen Terroristen".

Das sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts seiner Behörde in Berlin. Rund 1000 Menschen aus der islamistischen Szene würden als gefährlich eingestuft. Einige von etwa 130 besonders gefährlichen Islamisten würden rund um die Uhr bewacht.

Eine besondere Gefahr gehe von Einzeltätern aus. Sorge bereite die zunehmende Reisebewegung aus Deutschland in ausländische Terrorcamps und Kampfgebiete.

Die Verfassungsschützer sehen aber auch eine potenzielle Gefahr durch rechten Terror. "Rechtsterroristische Anschläge durch Einzeltäter halten wir durchaus für möglich", sagte Maaßen. Konkrete Anschlagspläne seien allerdings nicht bekannt.