Stendal/Magdeburg (dpa) - Nach dem Deichbruch an der Elbe bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt ergießen sich die Wassermassen weiter ins Hinterland. 

Die Bundeswehr wollte am Dienstagmorgen nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung erneut versuchen, die Bruchstelle zu schließen. Die Arbeiten daran waren gegen Mitternacht abgebrochen worden. Nun sollten aus Hubschraubern wieder große Sandpakete abgeworfen werden. 

Damit soll zumindest eine Reduzierung der einfließenden Wassermenge erreicht werden. Das Wasser hat die Bundesstraße 107 zwischen Jerichow und Fischbeck überflutet. Inzwischen nähert es sich dem Stadtgebiet von Jerichow.

Kritisch war die Lage auch an einem Umspannwerk in Sandau im Landkreis Stendal, das die Stromversorgung von Havelberg und den angrenzenden Teilen Brandenburgs sichert. Derzeit sei es aber gegen die Fluten gesichert, hieß es.

Im Landkreis Stendal sind nach Angaben der Landesregierung derzeit rund 2800 Einsatzkräfte im Einsatz, davon mehr als 1000 Bundeswehrsoldaten. Dazu kommen rund 2400 freiwillige Helfer. Bisher seien dort knapp 8000 Menschen von Evakuierungen betroffen. Für 3300 Menschen sei die Evakuierung vorbereitet worden.

In Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, sinkt der Pegelstand der Elbe unterdessen weiter.