Köln (SID) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will offenbar den Aufgabenbereich des neuen Sportdirektors begrenzen. "Die Anforderungen an den Sportdirektor waren bisher sehr breit gefächert. Das reicht von Talentförderbereich über die Trainerausbildung oder die Kommunikation in die Verbände bis hin zur Arbeit in internationalen Gremien. Da muss man genau hingucken, ob das weiterhin leistbar ist, oder ob es nicht sinnvoller ist, sich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Wie schon zuletzt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach betonte der 56-Jährige, dass man sich bei der Suche nach einem Nachfolger für den zu Werder Bremen als Trainer wechselnden Robin Dutt "zeitlich nicht unter Druck" setze.

Nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen im Nachwuchsbereich fordert Sandrock in Zukunft wieder Erfolge: "Die Spanier gewinnen Titel reihenweise und haben auch nicht den Slogan: Wir müssen Titel gewinnen. Aber ich kann ganz klar sagen, ein Spitzenverband wie der DFB, der muss drauf angelegt sein, Titel zu gewinnen, und zwar von unten bis oben."