Buenos Aires (SID) - In Rahmen einer Großrazzia wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung sind in Argentinien Büros von Vereinen, Firmen und sogar vom nationalen Fußball-Verband AFA durchsucht worden. Das berichtete die Zeitung Clarin am Samstag.

Richter Norberto Oyarbide hatte die Durchsuchungen bei einem halben Dutzend Vereine angeordnet, unter anderem wurden Dokumente und Computer beim Weltpokalsieger von 1994, Vélez Sarsfield, beschlagnahmt. Zehn Personen wurden bei dem mit ausländischen Behörden und Interpol koordinierten Einsatz festgenommen. Neben den AFA-Büros wurden auch Geschäftsräume diverser Firmen durchsucht, die an Spielertransfers beteiligt gewesen sein sollen.

Im Fokus steht das argentinische Unternehmen Alhec, das auch in Chile und Uruguay tätig ist und im großen Stil Geld gewaschen haben soll. Argentinische Medien berichten von Summen im zweistelligen Millionenbereich. Die Transfers nach Europa von Gonzalo Higuaín (Real Madrid), Ezequiel Lavezzi (SSC Neapel) und Sergio Agüero (Atlético Madrid) sollen Gegenstand der Untersuchungen sein.