München (dpa) - München riecht nach Bier, Fleisch und teurem Parfüm. Das hat die norwegische Geruchsforscherin Sissel Tolaas herausgefunden.

"In dem Duft Münchens steckt viel Tradition", sagte sie im Interview. Drei München-Gerüche hat die Chemikerin, die an Elite-Universitäten wie Harvard oder Stanford unterrichtet, in ihrem Berliner Labor entwickelt. Diese werden noch bis September in regelmäßigen Abständen in einer Passage in der Innenstadt versprüht. "SMELL(land)Mark Munich" heißt die Geruchsinstallation, die sich in das 17-teilige Kunstprojekt "A Space Called Public/Hoffentlich Öffentlich" einreiht.

Vor München hat Tolaas sich schon mit den Gerüchen von rund 20 anderen Städten befasst - unter anderem mit Mexiko City, wo sie vor allem den Duft von Umweltverschmutzung einfing. Im Jahr 2004 war auch schon ihre Wahlheimat Berlin an der Reihe. Da tat sie sich allerdings schwer, einen einheitlichen Geruch zu finden. "Die Stadt ist einfach viel zu differenziert." Sie entwickelte dann Gerüche für verschiedene Stadtteile wie Mitte, Reinickendorf und Neukölln - "um zu zeigen, wie vielseitig Berlin ist".

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