Berlin (dpa) - Die SPD will an diesem Wochenende ihre im Wahlprogramm festgeschriebenen Pläne für eine kostenlose Kinderbetreuung vorstellen.

Ein entsprechender Leitantrag solle am Sonntag vom Konvent der Partei in Berlin im Beisein von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verabschiedet werden, berichtet "Spiegel Online". Im Falle eines Wahlsiegs am 22. September wolle die SPD Kinderkrippen und Kindertagesstätten für alle Eltern beitragsfrei stellen. Die Kostenbefreiung solle schrittweise erfolgen.

Die "Süddeutsche Zeitung" (Samstag) berichtet übereinstimmend, als erstes sollten die Gebühren für Krippen fallen, weil dies den Eltern einen Neueinstieg in Berufsleben erleichtere, danach die für Kitas.
Auch das Kindergeld wollen die Sozialdemokraten laut Wahlprogramm erhöhen - allerdings nur für niedrige Einkommen.

Das SPD-Wahlprogramm sieht vor, schrittweise bis zu 20 Milliarden Euro für den Bildungsbereich zur Verfügung stellen, zehn Milliarden sollen vom Bund kommen. Die Partei will eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni. Finanziert werden soll dies unter anderem mit einem Spitzensteuersatz von 49 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 100 000 Euro.

SPD-Wahlprogramm