München (dpa) - Die Nebenkläger im Münchner NSU-Prozess verlangen, dass ein Brief der Hauptangeklagten Beate Zschäpe berücksichtigt wird. Es sei an der Tagesordnung, dass beschlagnahmte Briefe verlesen werden, sagte Rechtsanwalt Jens Rabe der "Süddeutschen Zeitung". In dem Brief an einen Neonazi, der in Bielefeld einsaß,
schreibt Zschäpe unter anderem über ihren Alltag in der Haft, ihre Vorführung beim Haftrichter und ihre Sorge, bereits vorverurteilt zu sein. Vor Gericht hat die 38-Jährige bislang jede Aussage verweigert.