Berlin (dpa) - Im Internet sind seit Samstag hunderttausende Daten über Treuhandgesellschaften und Firmen in Steueroasen zugänglich. Gut zehn Wochen nach den ersten Enthüllungen hat das Internationale Konsortium für Investigativen Journalismus (ICIJ) damit Teile der sogenannten Offshore-Leaks-Daten verfügbar und durchsuchbar gemacht.

"Dadurch wird die undurchsichtige Welt der Steueroasen endgültig aufgebrochen", erklärte das Journalistennetzwerk nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und der "Süddeutschen Zeitung" in Washington. Die bisherige Diskretion in Steueroasen habe Korruption und Geldwäsche Vorschub geleistet. Zentrales Ziel ist den Angaben zufolge die Herstellung von Transparenz.

Das Netzwerk hatte den riesigen Datensatz vor einigen Monaten zugespielt bekommen und ausgewertet. Journalisten aus aller Welt - darunter in Deutschland die "Süddeutsche Zeitung" und der NDR - hatten an dem Projekt recherchiert.

Die Dokumente belegen, wie Vermögende in aller Welt Briefkastenfirmen und sogenannte Trusts nutzten, um große Vermögen zu verstecken und zweifelhafte Geschäfte zu verschleiern. In den meisten Fällen sind allerdings keine Gesetzesverstöße erkennbar.

Datenbank

Sammlung der SZ-Berichte zu Offshore-Leaks

Steuerkommissar Semeta zu Steuerflucht

Aktionsplan von Semeta zu Steuerflucht, pdf

Bundesregierung zu Steueroasen

"Das Parlament" zu Steueroasen