Berlin (dpa) - Vvor der Wahl im Iran hat Google vermehrt Angriffe auf iranische Nutzer seiner Dienste registriert. Zehntausende Nutzerkonten im Iran seien in mehreren Wellen angegriffen worden, erklärte der Internetkonzern auf einem Firmenblog.

"Der Zeitpunkt und das Ziel der Angriffe legen nahe, dass sie politisch motiviert sind und im Zusammenhang mit der Wahl am Freitag stehen", schrieb Manager Eric Grosse, der für die Sicherheits-Infrastruktur bei Google zuständig ist.

Die Angriffe stammten aus dem Iran selbst. Mit Hilfe gefälschter E-Mails sollten demnach die Passwörter von Nutzern abgegriffen werden. In den Nachrichten stehen nach Google-Angaben Links, die auf eine gefälschte Login-Seite führen. Dort eingegebene Passwörter würden dann den Angreifern in die Hände fallen. Nutzer im Iran sollten daher besondere Sicherheitsmaßnahmen treffen und etwa ein Anmelden nur in Verbindung mit einem zusätzlichen Sicherheitscode erlauben, der auf ein Handy geschickt wird.

Bei der Präsidentenwahl am 14. Juni treten sechs Kandidaten an, um Mahmud Ahmadinedschad abzulösen. Ahmadinedschad darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

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