Teheran (dpa) - Im Iran hat der Kandidat des Reformlagers, Hassan Ruhani, mit mehr als 50 Prozent der Stimmen die Präsidentenwahl gewonnen. Das teilte das Innenministerium in Teheran am Samstag mit. Damit erzielte der 64-Jährige bereits im ersten Durchgang die erforderliche absolute Mehrheit.

Insgesamt hatten sich sechs Kandidaten um die Nachfolge des bisherigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad beworben, der gemäß Verfassung nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte.

Der als gemäßigt geltende Ruhani war früher Chefunterhändler in den Atomgesprächen mit dem Westen. Als Präsident will er ein Ende der internationalen Isolierung des Landes erreichen. Der Westen verdächtigt den islamischen Staat, unter dem Deckmantel der zivilen Forschung an Atomwaffen zu arbeiten.

Ruhanis Wahlslogan war Besonnenheit und Hoffnung. Nach acht Jahren Ahmadinedschad soll nach seinem Willen sowohl innen- als auch außenpolitisch ein frischer Wind wehen.

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