Seoul (dpa) - Das kommunistische Nordkorea hat den USA Gespräche über eine Entspannung der Lage auf der koreanischen Halbinsel vorgeschlagen.

Falls die USA wirklich an einer Entspannung auf der koreanischen Halbinsel sowie an Frieden und Sicherheit in der Region, einschließlich des US-Festlands, interessiert seien, sollten sie nicht über Vorbedingungen für Gespräche reden, hieß es am Sonntag in einer Erklärung der nationalen Verteidigungskommission. Beide Seiten sollten über einen Friedensvertrag reden, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert.

Der Vorschlag kam wenige Tage nach der Absage von geplanten Annäherungsgesprächen zwischen Nord- und Südkorea. Es sollte um die Normalisierung gemeinsamer Wirtschaftsprojekte und humanitäre Fragen gehen. Nordkorea hatte jedoch Einwände gegen die Nominierung von Vize-Vereinigungsminister Kim Nam Shik zum südkoreanischen Delegationsleiter erhoben und verlangt, Seoul solle einen Minister entsenden. Dies hatte der Süden abgelehnt.

Die Spannungen in der Region hatten sich nach Nordkoreas Atomtest im Februar deutlich verschärft. Zuletzt waren die Kriegsdrohungen Pjöngjangs jedoch wieder abgeflaut.