Göteborg (SID) - Carolin Hingst hat sich in der WM-Saison an die Spitze der deutschen Stabhochspringerinnen gesetzt. Die 32-Jährige aus Mainz siegte beim Meeting in Göteborg am Samstagabend mit 4,71 m und sprang damit sechs Zentimeter höher als die Leverkusenerin Silke Spiegelburg zwei Tage zuvor in Oslo. Mit Hingst, die in Schweden vor der brasilianische Weltmeisterin Fabiana Murer (4,61) gewann, Spiegelburg (4,65) und Martina Strutz (Neubrandenburg/4,60) haben drei deutsche Springerinnen die Norm für die Weltmeisterschaften in Moskau (10. bis 18. August) abgehakt.

Hochspringerin Ariane Friedrich (Frankfurt) sucht derweil weiter ihre Form. Die WM-Dritte von 2009 musste sich beim Sieg der spanischen Europameisterin Ruth Beita (1,92 m) mit Platz vier und 1,88 begnügen. Als einzige deutsche Hochspringerin hat bislang Marie-Laurence Jungfleisch (Tübingen) die WM-Norm mit 1,95 m auf den Punkt erfüllt. Friedrichs Saisonbestleistung liegt bei 1,89.

Um das WM-Ticket bangen muss weiterhin Hochspringer Sebastian Bayer (Hamburg). Der Hallen-Europarekordler (8,71 m) wurde in Göteborg mit schwachen 7,70 nur Vierter und verfehlte den Richtwert für Moskau (8,25) deutlich. Bayers Kontrahenten Alyn Camara (Leverkusen) und Christian Reif (Rehlingen) lagen am Samstag in Bad Langensalza mit 8,29 und 8,27 über der Norm.

Zweite Plätze in Göteborg sicherten sich Esther Cremer (Wattenscheid) in 52,82 Sekunden über 400 m und Nadine Hildebrand (Sindelfingen) bei starkem Gegenwind in 13,46 Sekunden über 100 m Hürden. Matthias Bühler (Offenburg) wurde über 110 m Hürden in 13,98 Sekunden Dritter.