Washington (dpa) - Nach der Präsidentenwahl im Iran hat die US-Regierung ihr Interesse an einer diplomatischen Beilegung des Atomstreits mit Teheran bekräftigt. Die USA seien weiter zu direkten Kontakten mit der iranischen Regierung bereit, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses.

Auf die Wahl des Reformkandidaten Hassan Ruhani zum neuen iranischen Präsidenten reagierte Washington zurückhaltend. Man respektiere die Entscheidung des iranischen Volkes. Zugleich wurden in der Erklärung mangelnde Transparenz, Zensur der Medien und begrenzte Meinungsfreiheit im Vorfeld der Abstimmung kritisiert.

Der 64-jährige Ruhani hatte die Wahl auf Anhieb mit 50,7 Prozent der Stimmen gewonnen. Der langjährige Präsident Mahmud Ahmadinedschad durfte nicht erneut kandidieren.