London (dpa) - Zwei Wochen nach Bekanntwerden der umstrittenen US-Datenüberwachung hat der Informant Edward Snowden laut "Guardian" eine noch weitaus größere Telefon- und Internetkontrolle durch den britischen Geheimdienst offengelegt. Durch das Anzapfen von Glasfaserkabeln habe der Dienst GCHQ weltweit Telefonate und E-Mails speichern und analysieren können, berichtet die britische Zeitung.
GCHQ sei "schlimmer als die US-Kollegen", wird Snowden zitiert. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigte sich in einer ersten Reaktion höchst beunruhigt.