Köln (SID) - Bei den vom Tod des Dänen Allan Simonsen überschatteten 24 Stunden von Le Mans hat Vorjahressieger Audi trotz erheblicher Probleme gute Chancen auf einen erneuten Erfolg. Nach acht Stunden führen die Pole-Setter mit Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark), Loïc Duval (Frankreich) und Allan McNish (Schottland) das Feld an. Zweiter sind nach einem Drittel des Rennens Anthony Davidson (Großbritannien), Sébastien Buemi (Schweiz) und Stéphane Sarrazin (Frankreich) im Toyota.

Die Titelverteidiger André Lotterer (Duisburg), Marcel Fässler (Schweiz) und Benoît Tréluyer (Frankreich) haben dagegen nach einem langen Boxenaufenthalt keine Chance mehr auf eine Top-Platzierung. Auch der dritte Audi R18 mit Lucas di Grassi (Brasilien), Marc Gené (Spanien) und Oliver Jarvis (Großbritannien) fiel nach technischen Problemen zurück.

Nur neun Minuten nach dem Start war Simonsen mit seinem Aston Martin in der schnellen Tertre-Rouge-Kurve mit hohem Tempo gegen die Leitplanke geprallt. Der 34-Jährige wurde umgehend medizinisch versorgt und in die Krankenstation an der Rennstrecke transportiert, wo er jedoch seinen Verletzungen erlag.

Nach einer knapp einstündigen Safety-Car-Phase wurde das Rennen wieder freigegeben, Spitzenreiter Lotterer musste sich bei stärker werdendem Regen zunächst gegen harte Angriffe von Nicolas Lapierre (Frankreich) im Toyota wehren. Nach zwei Boxenstopprunden drehten aber zunächst die drei Hybrid-Rennwagen von Audi souverän ihre Runden an der Spitze, das Team um Lotterer schien Kurs auf den nächsten Erfolg zu nehmen.

In der siebten Stunde des Rennens folgte jedoch der doppelte Rückschlag für die Ingolstädter. Jarvis musste einen Reifenschaden hinnehmen und sortierte sich in der Folge auf dem vierten Platz ein. Nur Augenblicke später steuerte Tréluyer mit dem Nummer-1-Audi die Box an, an dem in der Folge langwierige Reparaturarbeiten nötig waren. Erst 43 Minuten später konnte Fässler mit dem Boliden wieder auf die Strecke gehen.