Maranello (dpa) - Formel-1-Rivale Ferrari hat das Urteil gegen MercedesAMG in der Reifentest-Affäre scharf kritisiert. Die Verwarnung und der Ausschluss von den Nachwuchsfahrer-Tests kommenden Monat in Silverstone sind der Scuderia viel zu milde.

"Wir haben gelernt, dass selbst wenn man schuldig ist und in diesem Fall ist das ein unbestreitbarer und verifizierter Fakt, gibt es einen Weg, sich so gut wie möglich durchzuwurschteln", schrieb der für seine bissigen Kolumnen berüchtigte, sogenannte Pferdeflüsterer - angelehnt an das Cavalo Rampante, das springende Pferd im Ferrari-Wappen.

Pikant: Auch Ferrari testete wie Mercedes auf Bitten von Reifenhersteller Pirelli in dieser Saison auf dem Grand-Prix-Kurs in Spanien. Der Pferdeflüsterer wies daraufhin, dass die Scuderia mit einem 2011er Modell gefahren sei, Mercedes mit dem aktuellen Rennwagen. Und das ist verboten. Dass die Silberpfeile gegen den Test-Paragrafen verstoßen haben, stellte auch das Internationale Tribunal am Freitag fest. Allerdings habe Mercedes in guter Absicht gehandelt, erklärten die unabhängigen Richter.

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