Schöningen (dpa) - Die ältesten erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit werden 19 Jahre nach ihrer Entdeckung in einem futuristischen Museumsneubau im niedersächsischen Schöningen ausgestellt. Dort finden die Schöninger Speere ein dauerhaftes Zuhause.

Das 15 Millionen Euro teure Erlebnis- und Forschungszentrum Paläon wurde am Montag offiziell eröffnet. Der Museumsneubau steht unweit der Fundstelle der Speere. Erwartet werden dort 70 000 Besucher jährlich.

Die Schöninger Speere sind rund 300 000 Jahre alt und gelten als die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit. Die acht Waffen aus Fichtenholz wurden 1994 im Kreis Helmstedt entdeckt. Sie gehören zu den weltweit bedeutendsten Funden der frühen Menschheitsgeschichte. Der Fund hatte das soziale und kulturelle Bild des damals lebenden Homo heidelbergensis revolutioniert. Damit war erstmals belegt, dass er zielgerichtet handeln und kommunizieren konnte.