Düsseldorf (dpa) - In deutschen Schlachthöfen sollen erneut Leiharbeiter-Kolonnen systematisch schwarz beschäftigt worden sein. Es werde gegen 22 Beschuldigte und ein Firmengeflecht von rund zwei Dutzend Unternehmen ermittelt.

Das bestätigte Staatsanwalt Ralf Möllmann am Montag in Düsseldorf Informationen des "Norddeutschen Rundfunks". Bereits Mitte Mai hätten 450 Ermittler bundesweit an 90 Orten Büros und Wohnungen durchsucht.

Sie gehen dem Verdacht nach, dass mit dem Einsatz der Leiharbeiter aus Rumänien und Polen Steuern und Sozialabgaben in Millionenhöhe hinterzogen wurden.