London (dpa) - Roger Federer hat als Titelverteidiger traditionell den Rasenklassiker in Wimbledon eröffnet. Nach 69 Minuten zog der 31 Jahre alte Schweizer mit 6:3, 6:2, 6:0 gegen den rumänischen Victor Hanescu in die zweite Runde der All England Championships ein.

Dort wartet auf den siebenmaligen Chamipon nun der Ukrainer Sergej Stachowski. Für eine Überraschung sorgte Qualifikant Julian Reister. Der 27-Jährige aus Reinbek gewann unter den Augen einer Handvoll deutscher Fans mit schwarz-rot-goldenem Hut und HSV-Fahne gegen den Tschechen Lukas Rosol nach dreieinhalb Stunden auf Außenplatz 19 mit 6:3, 4:6, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:4. Reister ist in der Rangliste auf Platz 121 notiert und trifft nun auf den Österreicher Jürgen Melzer. Ausgeschieden ist dagegen Tatjana Maria. Die 25-Jährige aus Bad Saulgau unterlag Hsieh Su-Wei aus Taiwan 1:6, 0:6.

Ganz glatt lief es indes für Federer. "Ich bin sehr glücklich, es war eine großartige erste Runde. Es war zwar ziemlich kalt, aber viel besser hätte es nicht laufen können", sagte Federer unmittelbar nach dem ungleichen Match gegen den gleichaltrigen Kontrahenten. "Halle kam zur rechten Zeit", sagte er im Rückblick auf seinen Turniersieg in Westfalen vor einer Woche.

Zehn Jahre nach seinem ersten Titel beim berühmtesten Tennisturnier der Welt möchte sich Federer einen weiteren Eintrag in den Geschichtsbüchern sichern und als erster Spieler zum achten Mal an der Church Road triumphieren. Allerdings meinte es die Auslosung nicht gut mit dem Vorjahressieger. Bereits im Viertelfinale könnte der zuletzt so überragend aufspielende Rafael Nadal warten, eine Runde später die britische Hoffnung Andy Murray.

"Ich bin bereit. Ich mag schwere Auslosungen. Wenn du das Turnier gewinnen willst, musst du sowieso die Besten schlagen. Dafür bin ich hier", hatte Federer vor seinem ersten Aufschlag gesagt. Von den Zuschauern auf dem Centre Court mit euphorischem Beifall empfangen, kam der 17-malige Grand-Slam-Turnier-Champion unter dem wolkenverhangenen Himmel nicht nur wegen der niedrigen Temperaturen von rund 15 Grad nicht einmal richtig ins Schwitzen.

Bei den Damen schied die an Nummer fünf gesetzte Italienerin Sara Errani nach einem 3:6, 2:6 gegen Monica Puig aus Puerto Rico aus. Ungefährdet weiter kam dagegen Victoria Asarenka aus Weißrussland nach einem 6:1, 6:2 gegen die Portugiesin Maria Joao Koehler.

Interview "Bild"-Zeitung

Wimbledon-Tableau Damen

Wimbledon-Tableau Herren