London (dpa) - Im Kampf gegen Rezession und Finanzkrise wird die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Politik des billigen Geldes bis auf weiteres fortsetzen. "Es sollte keine Zweifel geben, dass ein Ende der lockeren Geldpolitik weit entfernt ist", sagte EZB-Direktor Benoît Cœuré in London.

Die derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen in der Eurozone erforderten keine Änderungen der geldpolitischen Ausrichtung. Hingegen hatte die US-Notenbank Fed kürzlich angesichts der besseren Konjunkturperspektiven angekündigt, die Notenpresse vom Herbst an langsamer laufen zu lassen.

Im Euroraum lässt das Ende der Krise hingegen noch auf sich warten. "Das Wirtschaftswachstum wird im laufenden Jahr schwach bleiben und die Inflation in der Eurozone wird wohl deutlich unter der Marke von zwei Prozent verharren", sagte Cœuré. Daher sei die Zeit für einen Richtungswechsel in der Geldpolitik noch nicht gekommen. Dies gelte auch für die in der Krise ergriffenen außergewöhnlichen Maßnahmen, die solange wie nötig in Kraft bleiben sollen. Falls nötig, könne die EZB sogar zusätzliche Maßnahmen ergreifen.

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