Kabul (dpa) - Im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul ist es am Dienstagmorgen zu Kämpfen gekommen. Bewaffnete Angreifer lieferten sich in der Nähe des Präsidentenpalastes ein Feuergefecht mit Sicherheitskräften.

Mehrere Explosionen waren zu hören. Über dem Stadtzentrum stieg Rauch auf. Wie Kabuls Polizeichef Ayoub Salangi der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurden vier Aufständische getötet. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Ziele der Attacke seien der Präsidentenpalast, ein nahe gelegenes CIA-Büro und das Verteidigungsministerium gewesen, hieß es in einer Mitteilung.

"Vier Aufständische in einem Auto mit gefälschten Ausweiskarten wurden von den Sicherheitskräften identifiziert und getötet, bevor sie ihr Ziel erreichen konnten", sagte Salangi. Die vier seien die einzigen Opfer gewesen. Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

Die Taliban behaupteten hingegen, dass auch eine Reihe von ausländischen und afghanischen Soldaten bei dem Angriff getötet worden sei.

Augenzeugen berichteten von bis zu 16 Explosionen. Die Angreifer hätten sich ein Feuergefecht mit Angehörigen der Leibgarde von Präsident Hamid Karsai und Mitarbeitern des CIA-Büros geliefert.

Während des Angriffs waren auch mehrere Journalisten, die zu einer morgendlichen Pressekonferenz in den Präsidentenpalast gekommen waren, von den Kämpfen eingeschlossen.