Arnheim (SID) - Die fristlose Kündigung des ehemaligen Radprofis Michael Rasmussen durch das Team Rabobank während der Tour de France 2007 war rechtmäßig. Das entschied ein Berufungsgericht in Arnheim und ordnete eine Rückzahlung der 700.000 Euro an, die dem Dänen 2008 in erster Instanz als Schadenersatz zugesprochen worden waren. Gegen das damalige Urteil hatten beide Seiten Einspruch eingelegt, Rasmussen forderte wegen entgangener Prämien sogar eine Entschädigung in Höhe von 5,6 Millionen Euro.

Streitpunkt war, ob die Rabobank-Teamleitung von den Dopingpraktiken seines Fahrers wusste. Das behauptet Rasmussen, das Gericht folgte dem 39-Jährigen jedoch nicht.

Rabobank hatte den Gesamtführenden Rasmussen 2007 aus der Tour genommen und ihm fristlos gekündigt, als bekannt geworden war, dass der Däne Falschangaben bezüglich seines Aufenthaltsortes im Vorfeld der Rundfahrt getätigt hatte. Der heute 39-Jährige hatte Ende Januar ein Dopinggeständnis abgelegt und seine Karriere beendet.