Duisburg (SID) - Der MSV Duisburg ist nach der Lizenzverweigerung für die 2. Fußball-Bundesliga von einem Neustart in der 3. Liga überzeugt. Wie der MSV am Dienstag mitteilte, haben alle Gläubiger und Schuldner einen Teilverzicht ihrer Forderungen angekündigt. Damit sei der Weg für einen Neuanfang in der 3. Liga frei.

"In welcher Höhe der Verzicht ausfällt, ist intern besprochen. Ich kann aber sagen, dass sich alle Beteiligten an der Lösung der Situation, in die auch die Stadt Duisburg mit Oberbürgermeister Sören Link, die Banken und das Land involviert waren, auf einen gemeinsamen Prozess geeinigt haben, der für alle auch das gleiche Ergebnis erbringt", sagte der Vorstandsvorsitzende Udo Kirmse: "Wir hoffen, dass wir damit alle Bedingungen des DFB erfüllen werden."

Die Duisburger hatten bereits am 18. Juni die Lizenzierungsunterlagen für die 3. Liga an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) übermittelt. Eine endgültige Entscheidung fällt spätestens am 5. Juli.

In der vergangenen Woche hatte das Ständige Schiedsgericht die Lizenzverweigerung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) für die 2. Bundesliga bestätigt und damit den Zwangsabstieg des Traditionsklubs besiegelt. Danach kämpfte der MSV um einen Neuanfang in Liga drei. Die meisten Leistungsträger haben den Klub allerdings bereits schon verlassen. Ein Verbleib von Trainer Kosta Runjaic ist noch offen.