Brüssel (dpa) - Die geplante Reform der EU-Agrarpolitik verzögert sich. Der Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments stimmte am Mittwoch in Brüssel nicht wie geplant über das Gesetzespaket ab.

Eine grundsätzliche Einigung mit den EU-Staaten gebe es aber, erklärte der Ausschussvorsitzende Paolo De Castro. Die Reform kommt also nicht zum Stillstand. Sie soll unter anderem für eine gerechtere Verteilung der europäischen Agrarmilliarden zwischen großen und kleinen Betrieben sorgen und die Bauern zu umweltfreundlicherem Ackerbau bringen.

"Die Schlussabstimmung wird erst dann möglich sein, wenn wir die Gesetzestexte kennen", sagte De Castro. Auch die noch ausstehende Einigung von Europaparlament und EU-Staaten über den EU-Finanzrahmen bis zum Jahr 2020 müsse erst stehen.

Ohne die Abstimmung ist die Agrarreform noch nicht in trockenen Tüchern. Er versicherte aber: "Wir haben eine politische Einigung erreicht".

Auch Irlands Landwirtschaftsminister Simon Coveney bestätigte die Übereinkunft. Coveney leitet die Verhandlungen für die EU-Staaten, weil sein Land derzeit den Vorsitz der EU-Staaten hat.

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