Wolfsburg (SID) - Der brasilianische Innenverteidiger Naldo vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg sieht trotz der anhaltenden Proteste während des Confed Cups keine Gefahr für die WM 2014 in seinem Heimatland. "Die Menschen bei uns lieben Fußball. Der Protest richtet sich gegen die Politik und nicht gegen die Weltmeisterschaft an sich", sagte der 30-Jährige den Wolfsburger Nachrichten.

Er selbst unterstütze die Demonstrationen gegen die sozialen Missstände, bei denen teilweise bis zu zwei Millionen Brasilianer unter anderem für ein besseres Bildungssystem und eine bessere Krankenversorgung auf die Straße gegangen waren. "Ich finde die Proteste gut und wichtig. Es ist richtig, für ein gerechteres Brasilien zu demonstrieren, damit es allen Menschen besser geht", sagte Naldo: "Brasilien braucht mehr Kliniken und Schulen. Es muss mehr Geld in das soziale System fließen."

Der Brasilianer absolvierte bisher vier Länderspiele für sein Heimatland und hat trotz seiner Nichtnominierung für die derzeit stattfindende WM-Generalprobe die Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme im kommenden Jahr nicht aufgegeben: "Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat gesagt, dass bei vielen Positionen die Entscheidung noch nicht gefallen ist und alle noch Chancen haben."