Köln (SID) - Nach zwei tödlichen Unfällen auf der Ems hat der Deutsche Kanu-Verband (DKV) Ansichten widersprochen, die Sportart sei besonders gefährlich. "Natürlich birgt jeder Wassersport Gefahren in sich", sagte DKV-Geschäftsführer Freizeitsport Ulrich Clausing: "Aber diese können durch die richtige Fahrtenplanung, Umsichtigkeit und eine gute Ausrüstung deutlich minimiert werden. Ungeübte sollten in jedem Fall schwimmen können und nur auf Zahmwasser möglichst ohne Strömung fahren. Zudem sollten sie sich von erfahrenen Begleitern anleiten lassen und bei Gefahrenstellen das Boot umtragen. Bei Berücksichtigung dieser Regeln ist das Risiko auf ein Minimum reduziert."

Am vergangenen Samstag waren in Harsewinkel zwei Menschen an einem Wehr auf der Ems tödlich verunglückt. Der DKV geht von einer Verkettung verschiedener unglücklicher Umstände aus, die zu der Tragödie geführt haben. "Es gibt ein allgemeines Lebensrisiko, das sich in jeder Art menschlicher Betätigungen niederschlagen kann - leider gilt dies auch für den Kanusport", sagte Clausing.