London (dpa) - Wimbledon spielt verrückt! Zwei Tage nach Rafael Nadal scheiterte auch der siebenmalige Champion und Titelverteidiger Roger Federer sensationell früh bei seinem Lieblingsturnier.

Gegen den Weltranglisten-116. Sergej Stachowski aus der Ukraine verlor der entthronte Rasenkönig in der zweiten Runde 7:6 (7:5), 6:7 (5:7), 5:7, 6:7 (5:7). So früh war der 31 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz bei einem Grand-Slam-Turnier letztmals vor zehn Jahren bei den French Open ausgeschieden. Doch an einem der turbulentesten Tage in der Wimbledon-Historie erwischte es nun auch Federer.

Dabei wollte sich der ehemalige Tennis-Herrscher in diesem Jahr mit seinem achten Titel zum alleinigen Wimbledon-König krönen. Stattdessen musste er wie schon Maria Scharapowa kurz zuvor eine seiner bittersten Pleiten verkraften. Mit dem zweiten Matchball machte Stachowski den größten Erfolg seiner Karriere perfekt.

Schon vor diesem abendlichen Erdbeben war dritte Turniertag schon so reich an Schlagzeilen. Sieben Profis - darunter die Weltranglisten-Zweite Victoria Asarenka, Nadal-Bezwinger Steve Darcis oder der an fünf gesetzte Jo-Wilfried Tsonga - gaben auf oder zogen verletzt zurück. So viele wie noch nie an einem Tag bei einem Grand-Slam-Turnier. Und dann schied auch noch die Weltranglisten-Dritte Scharapowa ebenso aus wie die Darmstädterin Andrea Petkovic.

Die viermalige Grand-Slam-Turniersiegerin Scharapowa verlor an der Church Road in der zweiten Runde gegen die portugiesische Qualifikantin Michelle Larcher de Brito 3:6, 4:6. Weitaus mehr Gegenwehr leistete die mit einer Wildcard gestartete Andrea Petkovic. Nach 2:36 Stunden unterlag die Darmstädterin der an Nummer 17 gesetzten Sloane Stephens aus den USA 6:7 (2:7), 6:2, 6:8.

Vor dem Scharapowa-Scheitern hatten die Schlagzeilen des Tages allerdings Qualifikant Dustin Brown gehört. "Ich habe geheult wie ein kleines Mädchen", gab der 1,96 Meter große Mann mit den Rastalocken nach seinem beeindruckenden 6:4, 6:4, 6:7 (3:7), 6:2-Erfolg gegen den ehemaligen Wimbledon-Champion Lleyton Hewitt zu.

Wimbledon-Tableau Damen

Wimbledon-Tableau Herren