Bagdad (AFP) Zum Ende seiner Amtszeit hat der UN-Sondergesandte für den Irak, der deutsche Diplomat Martin Kobler, ein düsteres Bild des Landes gezeichnet. "Ich bin sehr besorgt am Ende meiner zwei Amtsjahre, weil das Sektierertum zunimmt und die Gewalt zunimmt", sagte Kobler in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Bagdad. Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak "lähmt praktisch alles im Land". Es gebe keinen systematischen Dialog zwischen den Konfessionen. "Nicht miteinander reden, ist ein Rezept für ein Desaster", warnte Kobler.