München (AFP) Die Spitzen der deutschen Nachrichtendienste bestreiten entschieden, dass sie über die groß angelegten Ausspähprogramme der USA und Großbritanniens informiert waren. Das berichtet das Magazin "Focus" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf einen Teilnehmer der geheimen Sitzung des Bundestags-Innenausschusses von Mittwoch. Die Vertreter der Nachrichtendienste beteuerten demnach, "dass sie bei allem, was ihnen heilig ist, vom Umfang der Speicherung keine Kenntnis gehabt haben". Neben BND-Chef Gerhard Schindler und Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen nahmen auch Geheimdienst-Koordinator Günter Heiß aus dem Kanzleramt und der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar an dem Treffen teil.