München (dpa) - Die bayerische Landesregierung und die Stadt München wollen den Konflikt mit den hungerstreikenden Asylbewerbern mit Hilfe von zwei Vermittlern entschärfen.

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel (87) und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (73), sollen zwischen Asylbewerbern und Behörden vermitteln. Dies kündigte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Samstag nach einem Krisentreffen in der Staatskanzlei an. Daran nahm auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude teil, der bei der Landtagswahl im September als SPD-Spitzenkandidat gegen Seehofer antritt.

Die rund 50 Flüchtlinge fordern die Anerkennung ihrer Asylanträge. Seit einer Woche verweigern sie die Nahrungsaufnahme, seit Dienstag trinken sie nichts mehr. Es gehe inzwischen um Leben oder Tod, sagte Ude.