Düsseldorf (dpa) - Der Düsseldorfer Rotlichtskandal wird von heute an vor dem dortigen Landgericht aufgerollt.

In Bordellen der Messestadt sind laut Anklage reihenweise die Kreditkarten von Freiern geplündert worden. Zuvor sollen sie heimlich mit K.o.-Tropfen oder anderen Mittel betäubt worden sein.

Die über 600 Seiten starke Anklageschrift wirft sieben Beschuldigten in wechselnder Beteiligung Betrug, schwere Körperverletzung, Vergiftung, räuberische Erpressung und Raub vor. Das Landgericht plant 93 Verhandlungstage bis Ende April 2014. Die Stadt Düsseldorf schloss die Rotlicht-Betriebe im Juli 2012 für mehrere Monate, sie konnten erst mit neuer Geschäftsführung wieder öffnen. Zeitweise saßen neun Beschuldigte in Untersuchungshaft.