Hamburg (dpa) - Clubchef Carl Edgar Jarchow hat klargestellt, dass der finanziell angeschlagene Fußball-Bundesligist Hamburger SV keine Not-Transfers tätigen wird.

"Wir müssen definitiv keinen Leistungsträger verkaufen", sagte der Vorstandsvorsitzende dem Fachmagazin "kicker". Er widersprach damit Medienberichten, nach denen der HSV nach dem südkoreanischen Torjäger Heung-Min Son (7,5 Millionen Euro Erlös/zu Bayer Leverkusen) Stars wie Spielmacher Rafael van der Vaart oder Nationaltorwart René Adler veräußern müsse. "Das ist totaler Quatsch", betonte Jarchow.

Auch von einem kolportierten Transfer-Stopp könne keine Rede sein. "Wir haben uns Budgetziele gesetzt, die wir erreichen wollen - den Kader verkleinern, aber eben auch punktuell verstärken", sagte er der "Hamburger Morgenpost". Daher muss der klamme Bundesligist, der in drei Jahren zuletzt ein 20-Millionen-Defizit eingefahren haben soll, Kader und Kosten bis zum Ende der Transferfrist am 31. August deutlich reduzieren.

Zum Verkauf stehen die zu teuren Edelreservisten Robert Tesche, Gojko Kacar, Marcus Berg, Paul Scharner, Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic. Mindestens zehn Millionen Euro sollen über Ablösen und Gehaltseinsparungen eingenommen werden. Dann könnten noch Lasse Sobiech (Borussia Dortmund) und ein weiterer Stürmer kommen.