Düsseldorf (SID) - Die Handball-Bundesliga (HBL) wird trotz des blamablen Scheiterns der deutschen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation auf eine Ausländerbeschränkung vorerst verzichten. Das erklärte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Rande der Mitgliederversammlung in Düsseldorf.

Bundestrainer Martin Heuberger fordert seit Jahren eine Quotenregelung für deutsche Spieler, die pro Bundesligaspiel und Klub eingesetzt werden müssen. Mehr als über eine Quotierung will die HBL über bessere Modelle bei der Anschlussförderung nach dem Juniorenbereich und über die duale Karriere von Nachwuchsspielern im Präsidium beratschlagen.

Bohmann machte aber deutlich, dass auch die HBL großes Interesse an einer erfolgreichen Nationalmannschaft hat. "Wir müssen die Nationalmannschaft, das größte Zugpferd des deutschen Handballs, nach vorne bringen. In den nächsten Monaten werden wir umsetzbare Möglichkeiten anbieten", sagte Bohmann, der aber auch eine Verkleinerung der Liga in naher Zukunft ausschloss.