Lausanne (SID) - Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy traf am Donnerstag in Lausanne ein, um Madrids Kandidatur um Olympia 2020 zu unterstützen. "Wir haben jetzt noch zwei Monate, um für unseren Sieg zu arbeiten", meinte Rajoy, der bei der Außerordentlichen Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Spaniens Kronprinz Felipe unterstützt, mit Blick auf die IOC-Entscheidung am 7. September zwischen Spaniens Hauptstadt, Istanbul und Tokio.

Rajoy vermied es, angesichts der Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit auf die Finanzsituation des Bewerberlandes einzugehen. Er meinte jedoch zu Situation von Madrid, das zuletzt dreimal in Folge mit Bewerbungen gescheitert war: "Wir haben zwei Trümpfe: Zum einen sind die Sportstätten nahezu fertig, es muss nicht mehr viel investiert werden. Zum anderen gibt es in der Bevölkerung eine ganz starke Unterstützung für die Olympiapläne."

Die beiden Rivalen Madrids sind in Lausanne mit ihren Stellvertretenden Ministerpräsidenten vertreten. Die Türkei repräsentiert auf politischer Ebene Ali Babacan als Vertreter von Recep Erdogan, der in der Heimat seit Wochen im Zentrum politischer Proteste steht. Für Tokio wirbt der Stellvertretende Ministerpräsident Taro Aso, der 1976 in Montreal als Schütze an den Sommerspielen teilgenommen hatte.