Lausanne (SID) - Ein Jahr nach seiner Erfolgsstory mit Olympia 2012 in London erlebte Sebastian Coe am Donnerstag sein Waterloo: Der frühere britische 800-m-Weltrekordler, der die Sommerspiele an die Themse geholt hatte, scheiterte am Donnerstag in Lausanne als Repräsentant von Glasgow im Kampf um die olympischen Jugend-Sommerspiele 2018 bereits in der ersten Runde. Im südamerikanischen Duell siegte Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires bei der Außerordentlichen Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegen Kolumbiens Kandidaten Medellin, für das sogar Regierungschef Juan Manuel Santos in Lausanne gekämpft hatte.

"Die Stadt der Olympischen Jugendspiele ist Buenos Aires" verkündetete Jacques Rogge, der im September in Argentiniens Hauptstadt, Schauplatz der 125. IOC-Session mit der Wahl der Olympiastadt 2020 und des neuen IOC-Präsidenten, aus dem Amt scheidet. Buenos Aires setzte sich mit einem starken Konzept gegen Medellin durch.

Möglicherweise überzeugte Regierungschef Santos viele nicht, als er angesichts der düsteren Vergangenheit des einstigen Drogenzentrums Medellin mit noch immer hoher Mordrate (2189 im Jahr 2009) meinte: "Kolumbien ist heute ein sicheres Land und eine erfolgreiche Demokratie."

Premiere hatten die Jugend-Sommerspiele 2010 in Singapur, Gastgeber 2014 ist Nanjing/China. Die Jugend-Winterspiele erleben nach dem Auftakt 2012 im österreichischen Innsbruck ihre Fortsetzung 2016 in Lillehammer/Norwegen.