San Francisco (SID) - Das Segel-Team Luna Rossa ist nach seinem Boykott zum Auftakt des 34. America's Cup auf das Wasser zurückgekehrt. Die Italiener holten sich vor San Francisco ihren ersten Punkt der Herausforderer-Runde - allerdings in einem weiteren Rennen mit nur einem Teilnehmer, da Gegner Artemis (Schweden) nach der Havarie im Mai weiter auf ein rennfertiges Boot wartet.

Zuvor hatte eine Jury dem Protest der Luna Rossa stattgegeben und eine Regeländerung durch Regattadirektor Iain Murray für unzulässig befunden. Murray hatte nach dem tödlichen Unfall von Olympiasieger Andrew Simpson (Großbritannien) ohne Zustimmung der Teams ein verändertes Ruder beschlossen. Damit habe der Australier seine Kompetenzen überschritten, so die Jury.

Durch die Entscheidung ist nun allerdings die Zukunft des Artemis-Teams offen. Die Schweden hatten ihr Boot bereits mit dem neuen Ruder geplant und für den Fall einer Entscheidung zu Gunsten von Luna Russa den "Ausschluss" ihres Teams befürchtet. "Was genau die heutige Entscheidung für Artemis bedeutet, müssen wir in den Gesprächen mit den Teams nun erörtern", sagte Murray.

Immerhin: Nach drei Rennen mit nur einem Team wird es am Samstag wohl zum ersten echten Duell in der Bucht von San Francisco kommen, wenn Luna Rossa auf das Team New Zealand trifft. Bei den Herausforder-Rennen wird der Gegner des titelverteidigenden US-Teams Oracle ermittelt. Die Finalregatten finden vom 7. bis zum 21. September statt.