Brüssel (dpa) - Island und den Faröer Inseln drohen Sanktionen. Grund dafür sind die aus EU-Sicht zu hoch angesetzten Fischfangquoten.

Die EU überdenkt so Konsequenzen. "Wir können keine einseitigen Handlungen zulassen, die die Bestände zerstören, die es nur wegen der Bemühungen der Europäischen Union und unserer Fischer gibt." Das sagte EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki nach einem Treffen der europäischen Fischereiminister. "Deshalb müssen wir alle Maßnahmen ergreifen, um die Nachhaltigkeit der Bestände sicherzustellen."

Island und die Faröer Inseln haben die Fangquoten für Hering und Makrele nach Ansicht der EU-Kommission zu hoch angesetzt - auf abgestimmte Obergrenzen konnten sie sich mit der EU nicht einigen. Die Entscheidung über mögliche Strafmaßnahmen liegt bei der EU-Kommission. Sie kann zum Beispiel die Einfuhr von Fischen in die EU beschränken oder Schiffen unter der Flagge betroffener Staaten die Nutzung europäischer Häfen versagen.

Islands Regierungschef David Gunnlaugsson wird Dienstag zu einem Besuch in Brüssel erwartet. Dort soll er auch EU-Kommissionschef Barroso treffen.